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Umbau oder Sanierung geplant? So kommen Sie zu verlässlichen Bestandsdaten

vor 3 Stunden
5 Min. Lesezeit

Wer einen Umbau oder eine Sanierung plant, braucht eine verlässliche Grundlage über den tatsächlichen Zustand des Gebäudes. Doch was tun, wenn aktuelle Bestandspläne fehlen, vorhandene Unterlagen veraltet sind oder noch keine digitale Gebäudeaufnahme durchgeführt wurde?


Nicht jedes Projekt startet mit einer aktuellen Punktwolke – und nicht für jedes Projekt ist ein neuer Laserscan erforderlich. Je nachdem, welche Unterlagen bereits vorhanden sind und wofür die Daten später benötigt werden, können Bestandspläne und 3D-BIM-Modelle auf unterschiedlichen Grundlagen erstellt werden.


Fehlen geeignete aktuelle Bestandsdaten, kann eine neue Gebäudeaufnahme mittels Laserscanning sinnvoll sein. Auch wenn noch kein Laserscan vorhanden ist, kann Miviso den gesamten Prozess unterstützen: von der Definition der benötigten Daten über die Auswahl eines geeigneten Vermessungspartners bis zur Erstellung der 2D-Pläne oder des 3D-BIM-Modells.



Miviso

In diesem Artikel finden Sie:






Welche Bestandsdaten brauche ich für einen Umbau oder eine Sanierung?


Für einen Umbau oder eine Sanierung benötigen Planer verlässliche Informationen über den bestehenden Zustand des Gebäudes. Je nach Projekt können dafür aktuelle 2D-Bestandspläne oder ein 3D-Bestandsmodell die geeignete Planungsgrundlage sein. Sind vorhandene Pläne veraltet, unvollständig oder nicht genau genug, kann eine neue Gebäudeaufnahme mittels Laserscanning sinnvoll sein.


Welche Bestandsdaten konkret benötigt werden, hängt davon ab, was geplant ist und welche Informationen über das bestehende Gebäude bereits vorhanden sind. Für kleinere Maßnahmen können aktuelle und ausreichend genaue 2D-Pläne ausreichen. Bei umfangreicheren Umbauten, Sanierungen oder BIM-basierten Planungsprozessen kann ein dreidimensionales Bestandsmodell sinnvoll sein.


Entscheidend ist daher nicht, möglichst viele Daten zu erfassen, sondern die für den jeweiligen Anwendungsfall richtigen Bestandsdaten zur Verfügung zu haben. Als Grundlage für die weitere Planung und Modellierung können beispielsweise bereits vorhanden sein:

  • DWG-Dateien und digitale 2D-Pläne

  • ältere Bestands- oder Einreichpläne

  • Papierpläne

  • vorhandene 3D-Daten

  • Punktwolken aus einer bereits erfolgten Gebäudeaufnahme

  • Planungs- und Entwurfsunterlagen


Bevor eine neue Vermessung beauftragt wird, sollte daher zunächst geprüft werden, ob die vorhandenen Daten für den geplanten Anwendungsfall und die gewünschte Modellierung bereits ausreichen.



Brauche ich immer einen Laserscan, um ein BIM-Modell erstellen zu lassen?


Nein. Ein 3D-BIM-Modell kann je nach Projekt auch auf Basis vorhandener 2D-Pläne, DWG-Dateien, Papierpläne oder anderer Planungsunterlagen erstellt werden. Entscheidend ist allerdings, was das Modell abbilden soll.

Soll beispielsweise ein Modell auf Grundlage vorhandener Planungs- oder Entwurfsunterlagen entstehen, können diese Daten als Modellierungsgrundlage dienen.


Anders sieht es aus, wenn der tatsächliche Ist-Zustand eines bestehenden Gebäudes möglichst präzise dokumentiert werden soll. Gerade bei älteren Gebäuden stimmen vorhandene Pläne nicht immer mit dem heutigen Bestand überein. Umbauten, nachträgliche Einbauten oder Abweichungen von der ursprünglichen Planung können dazu führen, dass historische Bestandsunterlagen nicht mehr zuverlässig genug sind.

In solchen Fällen kann eine aktuelle Gebäudeaufnahme sinnvoll sein. Eine häufig eingesetzte Methode dafür ist das 3D-Laserscanning.



Vom Laserscan zur digitalen Planungsgrundlage


Beim Laserscanning wird die vorhandene Gebäudegeometrie vor Ort digital erfasst. Das Ergebnis ist eine Punktwolke, die den aufgenommenen Bestand räumlich dokumentiert.

Eine Punktwolke allein ist jedoch noch kein BIM-Modell und in vielen Planungsprozessen auch noch nicht das gewünschte Endprodukt.


Im nächsten Schritt werden die relevanten Gebäudeelemente aus den aufgenommenen Daten abgeleitet und entsprechend den Projektanforderungen modelliert. Aus der Punktwolke können beispielsweise entstehen:

  • 2D-Grundrisse, Schnitte und Ansichten

  • 3D-Bestandsmodelle

  • BIM-Modelle mit definiertem Detaillierungsgrad

  • IFC-Modelle

  • native CAD- bzw. BIM-Dateien, beispielsweise für Revit oder Archicad


Dieser Prozess wird häufig als Scan-to-CAD bzw. Scan-to-BIM bezeichnet.



Was tun, wenn noch kein Laserscan vorhanden ist?


Auch ohne vorhandenen Laserscan kann ein Scan-to-BIM- oder Scan-to-CAD-Projekt gestartet werden.

Miviso führt die Vermessung vor Ort nicht selbst durch. Wir arbeiten jedoch regelmäßig mit Vermessungs- und Laserscanning-Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen und können bei Bedarf einen geeigneten Partner für die Gebäudeaufnahme einbinden.


Welcher Dienstleister für ein Projekt geeignet ist, hängt insbesondere vom Standort und Gebäudetyp ab. Dabei greifen wir bevorzugt auf Partner zurück, mit denen wir bereits gute Erfahrungen in gemeinsamen Projekten gemacht haben.


Je nachdem, wie der Kunde das Projekt organisieren möchte, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Wir können den Kontakt zu einem geeigneten Vermessungspartner herstellen oder die Abstimmung gemeinsam übernehmen.


Auf Wunsch kann auch ein gemeinsames Angebot für Gebäudeaufnahme und anschließende Modellierung erstellt werden. Dadurch hat der Auftraggeber einen möglichst einfachen Prozess, obwohl Vermessung und Modellierung von spezialisierten Teams durchgeführt werden.



Warum sollte die spätere Modellierung bereits vor dem Laserscan berücksichtigt werden?


Welche Daten bei einer Gebäudeaufnahme benötigt werden, hängt wesentlich davon ab, was später daraus entstehen soll. Soll die Punktwolke beispielsweise als Grundlage für bestimmte Grundrisse, Schnitte oder ein BIM-Modell mit definierten Anforderungen dienen, können bereits vor der Aufnahme relevante Rahmenbedingungen abgestimmt werden.


Miviso kann deshalb vor dem Laserscan gemeinsam mit dem Kunden und dem Vermessungspartner definieren, welche Daten für die spätere Modellierung benötigt werden.

Das reduziert das Risiko, dass erst während der Modellierung auffällt, dass wichtige Bereiche nicht ausreichend erfasst wurden oder die vorhandenen Daten nicht zu den vereinbarten Modellanforderungen passen.

Vermessung und Modellierung werden damit nicht als zwei voneinander unabhängige Schritte betrachtet, sondern von Beginn an aufeinander abgestimmt.



Wie läuft der Prozess von der Bestandsaufnahme zum BIM-Modell ab?


Der konkrete Ablauf hängt vom Projekt und den bereits vorhandenen Unterlagen ab. Ein typischer Prozess kann folgendermaßen aussehen:


1. Anforderungen und vorhandene Daten prüfen

Zunächst wird geklärt, wofür die Bestandsdaten benötigt werden und welche Unterlagen bereits vorhanden sind. Dabei lässt sich auch beurteilen, ob eine neue Gebäudeaufnahme erforderlich ist.

2. Geeigneten Vermessungspartner auswählen

Ist ein neuer Laserscan notwendig und noch kein Dienstleister vorhanden, kann Miviso einen geeigneten Partner im DACH-Raum empfehlen und den Kontakt herstellen.

3. Anforderungen an die Aufnahme abstimmen

Vor der Vermessung werden die Anforderungen an die benötigten Daten definiert. So können Gebäudeaufnahme und spätere Modellierung aufeinander abgestimmt werden.

4. Gebäude erfassen und Punktwolke erstellen

Der Vermessungspartner führt die Aufnahme vor Ort durch und stellt die vereinbarten Daten für die weitere Bearbeitung bereit.

5. Bestandspläne oder BIM-Modell erstellen

Miviso übernimmt anschließend die Auswertung und Modellierung. Je nach Projekt entstehen beispielsweise 2D-Bestandspläne, ein 3D-Modell oder ein BIM-Modell im gewünschten Detaillierungsgrad und Dateiformat.



Was kosten Laserscan und BIM-Modellierung?


Die Kosten für eine Gebäudeaufnahme und die anschließende Modellierung werden individuell für das jeweilige Projekt berechnet.

Beim Laserscan spielen unter anderem Standort, Größe und Art des Gebäudes sowie die Anforderungen an die Aufnahme eine Rolle.


Die Kosten für die anschließende Modellierung hängen wiederum von Faktoren wie Gebäudefläche, Komplexität, gewünschtem Detaillierungsgrad, Genauigkeitsanforderungen und den benötigten Abgaben ab.

Für die Modellierung können Sie mit unserem [Preiskalkulator – LINK] bereits vorab eine erste Preisspanne ermitteln.


Die berechnete Preisspanne bezieht sich ausschließlich auf die Modellierung. Die Kosten für eine eventuell erforderliche Gebäudeaufnahme bzw. einen Laserscan sind darin nicht enthalten und werden individuell kalkuliert.



Noch keine aktuellen Bestandsdaten? Wir klären die nächsten Schritte.


Ob vorhandene Pläne ausreichen, eine neue Gebäudeaufnahme sinnvoll ist oder bereits eine geeignete Punktwolke vorliegt, lässt sich am besten anhand des konkreten Projekts beurteilen.

Wenn für Ihr Gebäude noch kein Laserscan vorhanden ist, können wir bei Bedarf einen geeigneten Vermessungspartner in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einbinden. Gemeinsam definieren wir die Anforderungen an die Aufnahme und sorgen dafür, dass die erzeugten Daten für die anschließende Modellierung geeignet sind.


Auf Wunsch erhalten Sie ein gemeinsames Angebot für Gebäudeaufnahme und Modellierung – mit einem möglichst unkomplizierten Ablauf von der Erfassung des Bestands bis zu den fertigen 2D-Plänen oder dem 3D-BIM-Modell.


Sie planen einen Umbau oder eine Sanierung und wissen noch nicht, welche Bestandsdaten Sie benötigen? Senden Sie uns die vorhandenen Unterlagen und einige Informationen zu Ihrem Projekt. Wir prüfen gemeinsam, welche Grundlage für die weitere Planung sinnvoll ist.





 
 
 

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